19.10.2015, von Wolf Becker

THW Peine bei der Flüchtlingshilfe im eigenen Landkreis aktiv

Nun ist auch der Landkreis Peine bei der Bewältigung der Flüchtlingshilfe im besonderen Maße gefordert. Am vergangenen Donnerstagvormittag wurden durch den Landkreis Peine das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Feuerwehr und natürlich auch das Technische Hilfswerk  Peine informiert. In den kommenden Tagen sei mit einer größeren Anzahl Flüchtlingen zu rechnen. Die Flüchtlinge sollten gemeinschaftlich in der Ilseder Gebläsehalle untergebracht werden. Die WiTo GmbH (Betreiber der Gebläsehalle) hat sämtliche Veranstaltungstermine, die in dieser Halle stattfinden sollten gecancelt, da diese Räumlichkeiten uneingeschränkt für die Flüchtlinge hergestellt werden sollten.

Was in unserem eigenen Landkreis in den darauf folgenden knapp 30 Stunden auf die Beine gestellt wurde, ist wirklich sensationell. Gemeinsam mit DRK, ASB, Feuerwehr, Mitarbeitern des Landkreises Peine, der WiTo GmbH und den THW-Einheiten aus Peine, Wolfenbüttel und Braunschweig wurde in rekordverdächtiger Zeit aus der "Gebläsehalle" auf dem Ilseder Hüttengelände eine Notunterkunft für die erwarteten Flüchtlinge. Die Aufgaben umfassten in Tages- und Nachtschichten den kompletten Aufbau der Unterkunft mit Bauzäunen für die Aufteilung der Halle in kleinere Parzellen,  mit entsprechenden Feldbetten und Decken, der gesamten Logistik, Aufbau des Sanitärbereichs, Installation von mobilen Duschanlagen, Verpflegungsbereitstellung, u.v.m.. Bis jeweils elf Betten bilden jeweils eine Schlafparzelle. Alle Organisationen haben gemeinsam gezeigt, dass mit Motivation und ehrenamtlichen Engagement fast alles möglich ist. Der Zugführer des THW Peine, Björn Müller, lobte die „tolle Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Organisationen“.  

Die ersten Flüchtlinge sind mit Bussen am Samstag angereist und haben die vorbereiteten Quartiere beziehen können. Es handelt sich um Flüchtlinge, die im Strom über Bayern und Braunschweig direkt nach Peine geführt worden sind. Über eine ärztliche Vorabkontrolle in einem separaten Zelt wurden sie in die Halle geschleust, wo Mitarbeiter der Ausländerbehörde des Landkreises Peine die Identität der Personen mit Hilfe von Dolmetschern dokumentierten, bevor das Quartier bezogen werden konnte. Am Samstag sprach der Landrat des Landkreises Peine, Franz Einhaus sowie der MdB Hubertus Heil und der MdL Matthias Möhle anlässlich eines gemeinsamen Rundgangs allen beteiligten Helfern der Organisationen ihren Dank aus.


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