Peine, 04.07.2021, von Wolf Becker

Nach 9 Monaten Abstinenz: Lebendige Ausbildung im THW

Einige Wochen beschäftigte die Corona-Krise das THW Peine mit Einsatzaufgaben im Bereich der Einrichtung des Corona-Test- und Impfzentrums. Genauso lange ruhte auch aus Sicherheitsgründen die praktische Ausbildung auch in diesem Ortsverband. Mit theoretischer Ausbildung im online-Verfahren wurden die Kontakte und der Austausch untereinander zwar gehalten, Kameradschaft wird aber im Wesentlichen durch persönlichen Kontakt gepflegt. Mit den aktuellen Lockerungen zur Corona-Pandemie startet wieder der intensive Ausbildungsbetrieb in seiner ganzen Bandbreite, wenn auch immer noch unter den gesetzlichen Schutzbedingungen. So ist eine praktische Ausbildung mit maximal einer Gruppenstärke und dem Tragen von medizinischem Mund-/Nasenschutz möglich.

Die Bergungsgruppe hat vergangenes Wochenende mit ihrer ersten praktischen Ausbildung begonnen. Vor rund sechs Monaten wurde dem Ortsverband durch den Bund zu ihrem Einsatzgerüstsystem ein zusätzlicher Bausatz „Bahn“ zur Verfügung gestellt.

Ein Einsatzgerüstsystem besteht aus Gerüstbauteilen. Zur Verwendung für die Aufgaben hat das THW verschiedene Bausätze zusammengestellt, die je nach Vorhandensein das Stellen von komplexen Strukturen ermöglicht. Der Ortsverband Peine verfügt über alle vier Bausätze, die zurzeit vom THW vorgesehen sind.

Mit dem zusätzlichen Bausatz Bahn kann ein Gleiswagen mit 3m Länge erstellt werden. Dieser verfügt über Bremsen, sodass ein Wegrollen ausgeschlossen ist. Mit dem Gleiswagen können bis zu zehn Personen sitzend oder bis zu vier liegend sicher transportiert werden. Ferner kann damit benötigtes Werkzeug und Gerät zur Einsatzstelle transportiert und er kann zur Strom- oder Lichtversorgung eingesetzt werden.
Nach Genehmigung durch die zuständigen Stellen konnte die Ausbildung am Industriestammgleis der Stadt Peine auf dem Gelände der Firma Stanze durchgeführt werden. Für den Bau des Gleiswagens werden zehn bis 15 Minuten benötigt. Gesichert wird das Gefährt durch diese doppelte Totmannbremse, sie muss gezogen sein, um den Wagen fahren zu können. Mit dabei war der seit fast einem Jahr in der Regionalstelle Braunschweig tätige und aus Vechelde stammende Luke Steinmeyer, der seinen Dienst dort als Bundesfreiwilliger ableistet.

Das Fazit am Ende des Tages war, dass sich alle darüber freuten, mit dieser THW-Ausbildung ein Stück weit zur neuen Normalität zurückgekehrt zu sein.

 


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