15.03.2022, von Björn Müller

Einsatz: Errichtung einer Notunterkunft für Flüchtende aus der Ukraine

Am 17. März 2022 erreichte unseren Ortsverband eine Anfrage des Landkreises Peine. Seitens des Krisenstabes des Landkreises war geplant, eine kreiseigene Sporthalle als zentrale

Anlaufstelle und Notunterkunft für Flüchtende aus der Ukraine zu ertüchtigen und zu betreiben.

Der DRK Kreisverband Peine hat den Auftrag erhalten, diese Notunterkunft bis zur Überführung in hauptamtliche Strukturen zu betreiben. Unser Auftrag war es, verschiedene Arbeiten zur

Ertüchtigung der Halle zu übernehmen.

In einer ersten Lagebesprechung wurde mit allen beteiligten Organisationen der Ablauf besprochen und festgelegt. Da die Ertüchtigung nicht lange aufgeschoben werden konnte, begann direkt am vergangenen Freitagabend der Einsatz für uns.

Der erste Auftrag bestand darin, die gesamte Halle mit Teppichboden auszulegen. So wurde bis in die späten Abendstunden Teppich eingekauft, geschnitten, angepasst, verlegt und verklebt. „In einer Halle mit knapp 1.200 qm Grundfläche ist das etwas, was man nicht alltäglich macht. Unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind aber hochmotiviert bei der Sache.“ sagte Markus Maßny, Ortsbeauftragter unseres Ortsverbandes.

Am Samstag ging der Einsatz dann direkt ab 8.00 Uhr weiter. Insgesamt 23 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer arbeiteten verschiedene Einsatzaufträge ab. So wurden die restlichen Teppich-Arbeiten erledigt, es wurden Verkabelungen und

Elektroinstallationen vorgenommen, eine Notbeleuchtung von Fluchtwegen im Außenbereich in Betrieb genommen, sowie mehrere Zelte für die Versorgung der Flüchtenden aufgebaut.

„Da auch mit Kindern unter den Flüchtenden gerechnet wird, haben wir noch kurzerhand eine kleine Spielecke in der Halle aufgebaut. Hinter den Hallentoren wo eigentlich immer Sportgeräte deponiert

sind, haben wir den Platz kurzfristig umfunktioniert, sodass auch die Kleinsten ein bisschen auf andere Gedanken kommen können in dieser schwierigen Situation.“ so Maßny weiter.

Am späten Samstagnachmittag waren dann alle Aufträge abgearbeitet und die Halle konnte dem Landkreis bzw. dem DRK übergeben werden. Wir rückten ein und stellten die Einsatzbereitschaft wieder her.


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